Glück ist, wenn es nicht aufhört schön zu sein ...

Die fünf »Tibeter«®

Die fünf Tibeter ist eine Übungsreihe aus dem Energie-Yoga, dessen Figuren klassische Hatha-Yoga-Stellungen sind (einschließlich des "geheimen 6. Tibeter"), die aus dem statischen Yogasystem herausgelöst und in dynamische Bewegungsabläufe mit Atembegleitung umgewandelt wurden. Die fünf Tibeter (auch 'Die fünf Riten' genannt), die vollständig und in vorgegebener Reihenfolge praktiziert werden wollen, um ihre Wirkungen zu entfalten, stellen ein umfassendes Gleichgewicht zwischen Körper, Geist und Seele her, wobei die Atmung ein elementarer Bestandteil ist, die die einzelnen Bewegungen der Figuren lenkt und begleitet.

Populär wurden die Die fünf Tibeter durch das Buch von Peter Kelder; und auch wenn nicht geklärt ist, was an dieser Geschichte Wirklichkeit und Fiktion ist, so sind Die fünf Tibeter dennoch ein praktisches Geschenk Tibets an den Westen, hinter dem sich mehr verbirgt, als es äußerlich den Anschein hat. Und es ist wahrscheinlich das Einfache, was tausende von Menschen aufhorchen und reagieren lässt, Die fünf Tibeter zu praktizieren und "das Geheimnis hinter dem Geheimnis" für sich zu entdecken.

Warum Die fünf Tibeter? Aspekte ganzheitlicher Gesundheit

Die fünf Tibeter verschaffen dem Übenden innere Ruhe und Ausgeglichenheit, schulen das Körperbewusstsein, tragen zur Mobilität bei, harmonisieren die Energiezentren (Chakren) im Körper, um den Energiefluss kontinuierlich in Fluss zu halten und schaffen gleichzeitig eine umfassende Revitalisierung des Körpers. Die fünf Tibeter harmonisieren die Organfunktionen, das endokrine Drüsensystem und das Immunsystem, dehnen sanft Bänder und Sehnen, und stellen eine hervorragende Möglichkeit dar, soziale Kompetenz und emotionale Intelligenz auf- und auszubauen; sie erschließen auf natürliche Weise einen Weg zum eigenen Ich, zu Selbst-Bewusst-Sein und innerer wie äußerer Fitness.

Yoga

Yoga hat seinen Ursprung in Indien und stellt dort eine der sechs klassischen Philosophien dar, die verschiedene Methoden und Praktiken mit dem Ziel vereint, die Menschen vom Leiden (Duhkha) zu befreien. Das Wort Yoga bedeutet "vereinigen" oder "anbinden" (im Sinne von Anschirren von Tieren vor einen Karren) und zeigt damit metaphorisch die beiden wesentlichen Elemente dieser Philosophie: Einerseits das Herstellen einer Einheit und zum anderen erlaubt es gleichzeitig die Kontrolle über die "Antriebskräfte" in eine bestimmte Richtung.

Hier im Westen ist Yoga in erster Linie als Körper-, Atem- und Entspannungsübung bekannt. Ursprünglich aber verfolgte Yoga geistige Ziele, das sich zu diesem Zweck Körperübungen bediente. Neben der Meditation (Dhyana) gehören das sog. Yama (ethische Gebote), Niyama (Verhaltensregeln zur Selbstdisziplin), die Asanas (Körperübungen), das Pranayama (Atemübung zur Vereinigung von Körper & Geist), Pratyahara (Disziplinierung der Sinne) sowie die Kriyas (Reinigungstechniken des physischen Körpers), im Hatha-Yoga das Dharana (Konzentration), dazu.

Im Laufe der Zeit haben sich unterschiedliche Yoga-Traditionen entwickelt. Der Unterschied liegt in den jeweiligen Schwerpunkten der Schulen: Einige sind eher meditativ und legen ihren Fokus auf die geistige Konzentration, andere wiederum auf die Atem- und Körperübungen oder die Askese. Am weitesten verbreitet ist im Westen das Hatha Yoga, das seinen Schwerpunkt auf Körper- und Atemübungen legt. Daraus entstanden ist das sog. Iyengar Yoga, das zur Erleichterung der Asanas Hilfsmittel (wie Matten, Klötze, Gurte u. a.) einsetzt.

Warum Yoga? Aspekte ganzheitlicher Gesundheit

In seiner ursprünglichen Form verfolgt Yoga geistige Ziele und ist ein Weg der Selbstvervollkommnung, der durch Meditation zur "Erleuchtung" führen und den Menschen vom Leiden befreien sollte. Traditionell wurden dazu bestimmte Körperhaltungen und Bewegungsabläufe, die Atmung, imaginäre konzentrative Fixpunkte, Mantras (vedische Keimsilben bzw. Klangfolgen aus dem Sanskrit, die meist repetetiv rezitiert werden) sowie Mudras (symbolische Handgeste bzw. Handstellung) kombiniert, um die Lebensenergie (Kundalini-Kraft) aufsteigen zu lassen. Weiterhin gehört es dazu, seine Begierden (physisch wie mental) zu zügeln sowie Körper und Geist zu reinigen. Aufgrund der entstehungsgeschichtlichen Hintergründe und unterschiedlichen Wurzeln gibt es allerdings keinen allgemein gültigen Sinn des Yoga. Dieser differiert daher je nach Schule bzw. Richtung und ließ verschiedene Herangehensweisen entstehen.

Yoga wirkt auf den Übenden beruhigend, harmonisierend und ausgleichend. Durch die Ausübung der Asanas (Körperübungen) werden Kraft und Flexibilität gefördert, Sehnen und Bänder sanft gedehnt, die Konzentrationsfähigkeit geschärft, die Durchblutung und Atmung verbessert sowie der Gleichgewichtssinn geschult. Nimmt man den philosophisch-spirituellen Ansatz und das Zirkulieren der Lebensenergie mit hinzu, ist Yoga ein integrativer ganzheitlicher Ansatz, der Körper (durch die Asanas und die Kriyas) und Geist (durch das Pranayama und die Meditation) ins Gleichgewicht bringt.


Literatur-Empfehlungen

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