Glück ist, wenn es nicht aufhört schön zu sein ...

Qi Gong

Qi Gong (auch Qigong oder Chi Gung) stammt aus China und ist eine Übungsform, die in Bewegung und Stille versucht, den Körper und Geist gesund zu halten und gleichzeitig Heilungsprozesse zu fördern. Elementare Faktoren sind dabei die Schulung des Körpers, die Schulung der Atmung sowie die Schulung des Geistes. Zentrale Aspekte sind hierbei die Atmung sowie Visualisation. Qi Gong setzt sich Qi und Gong zusammen: Qi bedeutet (Lebens-) Energie, Antriebskraft, und Gong kann mit Pflege, Ertrag übersetzt werden. Metaphorisch beschreibt es also die kontinuierliche Pflege des Lebens.

Hier im Westen sind primär das Medizinische Qi Gong sowie das Qi Gong mit daoistischen Wurzeln bekannt, das seinen Schwerpunkt auf lebensverlängernde und gesundheitsfördernde Techniken legt. Daneben gibt es noch die buddhistische Schule mit dem Schwerpunkt der Pflege des Bewusstseins, die konfuzianistische Schule, die sich um die Kultivierung des Geistes und der Konzentration bemüht, die Kung-Fu-Schule, deren Hauptanliegen darin besteht, besondere Energien in einzelnen und bestimmten Bereichen des Körpers zu sammeln, um sich vor Verletzungen zu schützen. Dennoch sind die Grenzen der einzelnen Traditionen fließend, weil sie sich im Laufe der Zeit immer wieder gegenseitig beeinflusst haben.

Weiterhin wird zwischen dem sog. Stillen Qi Gong und Qi Gong in Bewegung unterschieden. Das Stille Qi Gong charakterisiert sich dadurch, dass es in Ruhe ausgeführt wird, nachdem die entsprechende Körperhaltung (im Stehen, Sitzen oder Liegen) eingenommen wurde. Hierbei liegt der Fokus auf innerer wie äußerer Ruhe, um das Qi (Lebensenergie) zu schulen und zu regulieren. Der aktive Teil liegt dabei in der Imagination, Affirmation und Konzentration. Beim Qi Gong in Bewegung liegt der aktive Teil hingegen in den langsamen, fließenden und runden Bewegungen, die imaginär unterstützt werden. Zentraler Aspekt ist dabei die Atmung, die die Bewegungen begleitet.

Warum Qi Gong? Aspekte ganzheitlicher Gesundheit

Qi Gong bedeutet kontinuierliche Pflege des Lebens, mit dem Ziel, das Leiden zu lindern, Harmonie herzustellen und die Gesundheit zu fördern um das Leben zu verlängern. Dabei geht es um die Regulierung des Körpers, der Regulierung der Atmung sowie der Regulierung des Geistes. Im Qi Gong ist Gesundheit demnach ein umfassender Begriff und beschreibt hierbei einmal einen Zustand sowie eine Fähigkeit. Die Fähigkeit zu Gesundheit ist statisch aber auch dynamisch, weil es den Menschen als Ganzes umfasst und nicht nur auf den Körper reduziert ist. Gesund sein bedeutet, dass alle Funktionen im Menschen uneingeschränkt aktiv sind und ein allumfassendes Gleichgewicht auf physischer, psychischer und energetischer Ebene vorherrscht.

Hierbei kommt das Yin-Yang-Prinzip aus der chinesischen Philosophie, speziell dem Daoismus zum Tragen, in dem es darum geht ein Gleichgewicht herzustellen. Entgegen der weit verbreiteten Meinung ist Qi Gong kein Bestandteil der TCM (Traditionellen Chinesischen Medizin), auch wenn dies oft postuliert wird. Dennoch gibt es Analogien zwischen der TCM und dem Qi Gong, wie die Fünf-Elemente-Lehre oder das bereits erwähnte Yin-Yang-Prinzip, wobei die Grenzen teilweise fließend ineinander übergehen. Qi Gong wirkt auf den Übenden beruhigend, ausgleichend und erheiternd zugleich. Nach Auffassung der TCM entwickelt und erhält Qi Gong das Qi (die Energie/Lebenskraft) und regt es an, in den Meridianen (Energieleitbahnen) zu zirkulieren, um die Funktionsfähigkeit und Vitalität des Körpers zu erhalten. Beim Qi Gong werden weiterhin sanft die Sehnen und Bänder gedehnt, die Durchblutung gefördert sowie die Atmung, der Gleichgewichtssinn und die Konzentrationsfähigkeit geschult.

Literatur-Empfehlungen

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